W+S WESTPHAL
Ingenieurbüro für Bautechnik GmbH
Geschäftsführer Holger Schliesenski und Hans-Georg Westphal Bürogebäude Karlstraße Braunschweig
Das Team vom W+S WESTPHAL Ingenieurbüro für Bautechnik GmbH, Braunschweig


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W+S WESTPHAL Ingenieurbüro für Bautechnik

Erik Topola seit 10 Jahren im Ingenieurbüro für Bautechnik

Erik TopolaDipl.-Ing. Erik Topola kam im Juli 2004 in unser Ingenieur-Team. Der gelernte Zimmermann beschäftigt sich im Ingenieurbüro W+S WESTPHAL insbesondere mit dem Ingenieur-Holzbau sowie mit dem Bauen im Bestand. Die Schwerpunkte im Holzbau von Erik Topola sind der Holzrahmenbau, die Sanierung von Fachwerkbauten und hölzernen Dachkonstruktionen sowie die Begutachtung von Holzbinderkonstruktionen.

Beim Bauen im Bestand kann Herr Topola unter anderem zwei äußerst spannende und tragwerksplanerisch höchst anspruchsvolle Projekte als seine persönlichen Referenzen nennen: Das sind zum einen der Umbau des Städtischen Museums, der 2012 fertiggestellt wurde und zum anderen die Modernisierung des Herzog-Anton-Ulrich-Museums, die noch bis zum Jahr 2015 andauert. Wir freuen uns, mit Erik Topola seit nunmehr 10 Jahren einen fachlich versierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Team zu haben!

Hans-Georg Westphal & Holger Schliesenski
Juli 2014

Hans-Georg WestphalHolger Schliesenski

Feuerwiderstandsdauer von Verbundstützen im Hochbau

Verbundbauteile vereinen die Vorteile des Stahlbaus mit denen des Betonbaus. Dies gilt besonders für das Brandverhalten.

Ungeschützte herkömmliche Stahlkonstruktionen erreichen im Brandfall nur eine Feuerwiderstandsdauer zwischen 10 und 20 Minuten. Für eine Einstufung in eine Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102 Teil 4 müssen sie deshalb z. B. durch eine feuerfeste Bekleidung mit entsprechender Dicke geschützt werden. Bei Stützen betragen die Bekleidungsdicken je nach Feuerwiderstandsklasse mehrere cm. Die von Architekten bevorzugten schlanken Stützenquerschnitte lassen sich mit Bekleidungen daher kaum erreichen. Brandschutzanstriche bieten zwar einen Ausweg, haben allerdings nur geringen mechanischen Widerstand (nur ein lückenloser Feuerschutzanstrich ist wirkungsvoll) und eine optisch wenig überzeugende Oberflächenqualität.

Dagegen kann bei Stahlbetonstützen auf zusätzliche Bekleidungen verzichtet werden, wenn Mindestquerschnittsabmessungen und Mindestbetonüberdeckungen der tragenden Bewehrung eingehalten sind. Durch das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten eines Verbundbauteiles (Stahl, Beton und Bewehrung) können für Verbundstützen Feuerwiderstandsdauern von mehr als 180 Minuten (Feuerwiderstandsklasse R180) - ohne weitere Schutzmaßnahmen wie Bekleiden oder Beschichten - erreicht werden. Alle Querschnittskomponenten werden zur gemeinsamen Lastabtragung herangezogen. Während der Beton lediglich einen kleineren Anteil an der Gesamttragfähigkeit beisteuert, werden die gegenüber Brandeinwirkung empfindlichen Stahlquerschnitte durch den Beton im Brandfall geschützt.

Um für die Betonage der Stütze eine Schalung bereitzustellen und eine ansprechende Oberfläche zu schaffen, ist es häufig sinnvoll, bei Verbundstützen ein außen liegendes Stahlrohr zu verwenden. Als Verbundstützenquerschnitt liegt damit ein ausbetoniertes Hohlprofil vor (vgl. Beitrag März 2014). Neben der hohen Tragfähigkeit haben also auch gestalterische und baupraktische Gründe zu einer besonders großen Verbreitung dieses Verbundstützentyps beigetragen.

Die Tragfähigkeit von Verbundstützen aus rechteckigen oder runden betongefüllten Hohlprofilen bei Raumtemperatur hängt im Wesentlichen von der Wanddicke und der Stahlgüte der Profile ab. Obgleich das außen liegende Stahlrohr im Brandfall schnell an Tragfähigkeit verliert, trägt es zum Lastabtrag bei. Größere Wanddicken oder höherwertige Baustähle bringen bei Brandanforderungen keine Vorteile. Nur durch Einlegen einer nennenswerten Längsbewehrung mit ausreichender Betondeckung kann die Tragfähigkeit des betongefüllten Hohlprofiles wirksam gesteigert werden.

Der Nachweis der Feuerwiderstandsdauer der betongefüllten Hohlprofile erfolgt in erster Linie über Bemessungstabellen. Tabelle 4.7 der DIN EN 1994-1-2 gibt die Mindestanforderungen für die betongefüllten Hohlprofile je nach Feuerwiderstandsklasse an. Die in der Tabelle angegebenen Mindestabmessungen sind in etwa vergleichbar mit den Abmessungen reiner Stahlbetonstützen. Dieses verwundert nicht, da das Hohlprofil im Brandfall keinen Tragfähigkeitsbeitrag liefert.

Mindestanforderungen betongefüllter Hohlprofile nach Feuerwiderstandsklasse nach DIN EN 1994-1-2

DIN EN 1994-1-2 enthält ein vereinfachtes Berechnungsverfahren, das zum Nachweis der Feuerwiderstandsdauer betongefüllter Hohlprofile angewendet werden darf. Dieses ist für Handrechnung allerdings schlecht geeignet. Es ist aber zu erwarten, dass in zukünftigen Normenüberarbeitungen hier sicherlich Ergänzungen zu erwarten sind.

Alternativ besteht derzeit auch die Möglichkeit die Feuerwiderstandsdauer der Verbundstütze nach DIN EN 1992 (EC2-1-2) als Stahlbetonstütze unter Vernachlässigung des umgebenden Stahlprofils nachzuweisen.

Björn Schrader
Björn Schrader
Juli 2014

Neues Gerät für Strahlentherapie im Klinikum Braunschweig

Neuer Linearbeschleuniger kann Strahlendosis extrem exakt dosieren

Das Klinikum Braunschweig nimmt in der Celler Straße einen neuen Linearbeschleuniger in Betrieb. Das Gerät mit integriertem Computertomographen ermöglicht die so genannte intensitätsmodellierte Radiotherapie (IMRT). Damit kann die Bestrahlung noch exakter dosiert werden, wie das Klinikum der Braunschweiger Zeitung mitteilte. Dadurch kann der Tumor mit einer möglichst hohen Dosis bestrahlt und das umliegende gesunde Gewebe geschont werden. Das Gesamtprojekt kostet ca. 2,75 Millionen Euro, die Baumaßnahmen betragen daran 400.000 Euro.

Die Tragwerksplanung für diesen Umbau, insbesondere für die Anpassungen an den Strahlenschutz, übernahm wie bei allen Linearbeschleunigern des Klinikums wieder W+S WESTPHAL.

Holger Schliesenski
Holger Schliesenski
Juni 2014

Holger Schliesenski seit 20 Jahren im Ingenieurbüro Westphal

Vor 20 Jahren – im April 1994 – kam Dipl.-Ing. Holger Schliesenski in unser Team. Heute ist er bekanntermaßen nicht nur Mit-Geschäftsführer der 2010 gegründeten W+S WESTPHAL Ingenieurbüro für Bautechnik GmbH, sondern schon lange eine der tragenden Säulen unserer Projektarbeit. Projekte wie das Sportzentrum Lagesbüttel, der Neubau der Turbine 9 sowie der Gas- und Dampfturbinen-Anlage im Heizkraftwerk Mitte, Erweiterung und Umbau des Windkanals von DNW/DLR, Umbauten bei der Nordzucker AG oder zuletzt das Kraftwerk Flensburg wären ohne ihn nicht so erfolgreich – für unser Büro und vor allem für unsere Kunden – abgeschlossen worden.

Holger Schliesenski wurde am 13.12.1965 geboren. Der zweifache Familienvater spielt gerne Fußball und engagiert sich als Trainer in der Jugendarbeit. Nach Abitur, Zimmererlehre und Bauingenieurstudium folgte eine dreijährige Zeit am Wolfenbütteler Institut für Sanierung – die Vorliebe für historisch erhaltenswerte Gebäude ist ihm bis heute geblieben, deshalb bildete er sich u.a. zum zertifizierten "Tragwerksplaner in der Denkmalpflege" weiter.

Ich freue mich, in ihm einen Partner gefunden zu haben, dem ich gerne die weitere tragende Arbeit an unserem historischen – aber nicht sanierungsbedürftigen – Ingenieurbüro überlassen kann. Und ich freue mich auf die kommenden Jahre guter und partnerschaftlicher, ja, freundschaftlicher Zusammenarbeit.

Hans-Georg Westphal
H.-G. Westphal
April 2014

Verbundstützen im Hochbau

Neben dem klassischen Stahl- und Massivbau kommt der Verbundbau auf vielen Baustellen immer häufiger zum Einsatz. Vor allem im Bereich von hohen und multifunktionalen Gebäuden hat sich dieser aufgrund seiner Vorzüge, schlanke und hochtragfähige Bauteile, etabliert. Man unterscheidet im Verbundbau die Verbunddecke, die Verbundträger und die Verbundstützen. Dabei sind für die Verbundstützen die bereits angesprochenen Vorzüge, schlank und hochtragfähig, ein ganz entscheidendes Kriterium für deren Einsatz. Aufgrund dessen soll auf diese nachfolgend etwas näher eingegangen werden.

Verbundstützen im Geschossbau (mit freundlicher Genehmigung von bauforumstahl e.V.)Die anzuwendende Norm für Verbundstützen ist die DIN EN 1994 (EC 4). In dieser Norm sind zum einen die unterschiedlichen Ausführungsvarianten von Verbundstützen geregelt und zum anderen ist festgelegt, wie diese zu bemessen sind. Die nachfolgenden Verbundstützenquerschnitte (Bild: bauforumstahl e.V.) sind demnach ausführbar:

  • Vollständig einbetonierte Querschnitte,
  • teilweise einbetonierte Querschnitte (Kammerbeton),
  • betongefüllte Querschnitte,
  • in Hohlprofile einbetonierte Stahlprofile.

Durch das Zusammenwirken der drei Baustoffe Baustahl, Beton und Betonstahl (nicht zwingend) werden die Vorteile der beiden Bauweisen Stahlbeton und Stahlbau vereint. Große Lasten können so über kleine Querschnitte abgetragen und die Brandwiderstandsdauer erhöht werden.

Vorteile von Verbundstützen:
  • Erhöhung der Tragfähigkeit oder Verringerung der Abmessungen gegenüber einer reinen Bauweise in Stahl oder Stahlbeton,
  • es ergeben sich zahlreiche Abstufungsmöglichkeiten, um die Tragfähigkeit den unterschiedlichen Belastungen in den verschieden Geschossen anzupassen (so sind im Kellergeschoss und Dachgeschoss gleiche Stützenabmessungen ausführbar),
  • Feuerwiderstandsdauer verbessert (sehr hohe Feuerwiderstandsdauer von R 180 möglich),
  • einfache Herstellung,
  • Stahlflächen können sichtbar bleiben, keine Verkleidung oder Anstrich zur Erfüllung des Brandschutzes notwendig,
  • stahlbaumäßige Anschlussdetails weiterhin ausführbar,
  • schnelle Montage,
  • bei ausbetonierten Hohlprofilen dient der Stahlmantel als verlorene Schalung (wirtschaftlich).
Nachteile von Verbundstützen:
  • Höhere Schalungskosten bei vollständig einbetonierten Stahlträgern,
  • anspruchsvolle konstruktive Ausbildung der Anschlüsse bei vollständig einbetonierten Stahlträgern.

Anhand des nachfolgenden Beispiels soll einer der entscheidenden Vorteile, "erhöhte Tragfähigkeit bzw. Verringerung der Abmessungen gegenüber einer reinen Bauweise" von Verbundstützen einmal verdeutlicht werden. Hierzu wird das statische System einer Pendelstütze (h = 3,50 m) angenommen und eine zentrische Belastung bis zu einer Auslastung der Tragfähigkeit von 100 % aufgebracht. Verglichen wird eine reine Stahlstütze, eine Stahlbetonstütze und eine Verbundstütze.

 

Abmessungen/Profil

Belastung NED

Laststeigerung

Stahlstütze

HEB 160
(a/b = 16/16 cm)

685 kN

0

Verbundstütze(Kammergefülltes Stahlprofil)

HEB 160
(a/b = 16/16 cm)
mit 4 Ø 16

829 kN

21 %

Stahlbetonstützen:
. Fertigteilstütze

a/b = 16/16
mit 4 Ø 16

360 kN

- 47 %

. Ortbetonstütze

Ausführung erst ab a/b = 20/20 cm möglich (Mindestseitenlänge)

Der zweite - ganz entscheidende - Aspekt für den Einsatz von Verbundstützen ist die erhöhte Brandwiderstandsdauer. Bericht folgt...

Sascha Debbertin
Sascha Debbertin
März 2014

Spende statt Feier - W+S WESTPHAL spendet Spielhaus für Kita

Zu unserem 60-jährigen Bestehen im Jahr 2012 hatten wir auf Feierlichkeiten verzichtet und uns stattdessen zu einer Sachspende entschlossen. Da wir gerade von der Stadt Braunschweig mit der Tragwerksplanung "Neubau Kita Fremersdorfer Straße" beauftragt worden waren, stand der Entschluss schnell fest, das Geld in die "Nachwuchsförderung" zu investieren und den Außenbereich dieser Kita mit einem Spielhaus zu bereichern. In Abstimmung mit Landschaftsarchitekt Andreas Schmolke, der die Außenanlagenplanung für die jetzt eröffnete Kita übernommen hatte, haben wir uns für ein "Fischerhaus" mit Rutsche im Wert von 6.060 € entschieden.

Am 20.11.2013 erfolgte in der Kita "Fremersdorfer Straße" die offizielle Übergabe der Sachspende an die Stadt Braunschweig:


Bei der Übergabe des Spielhauses am 20. November 2013: Die Kinder der Kindergartengruppe des von der AWO betriebenen Kindergartens mit (von links nach rechts) Hans-Georg Westphal, Melanie Klocke (stellv. Kita-Leitung), Holger Schliesenski, Britta Döring (Projektleitung Kita-Neubauten Stadt BS) und Wilhelm Eckermann, (stellv. Leiter Gebäudemanagement Stadt BS).

Seit nunmehr über 60 Jahren sind wir und unsere Vorgänger als Statiker und Tragwerksplaner für die Stadt Braunschweig tätig. In dieser Zeit wurden etliche Schulen und Kindergärten der Stadt von uns statisch-konstruktiv bearbeitet.

Insbesondere bei den aktuell anstehenden Schulsanierungen sind wir immer wieder auf die Spuren unserer Vorgänger gestoßen! So zum Beispiel bei der Ricarda-Huch-Schule: Die Statik für das vorhandene Schulgebäude wurde in den Jahren 1960/61 im Auftrag der Stadt Braunschweig von unserem Bürogründer Dr.-Ing. Robert Träger erstellt. Für den in diesem Jahr übergebenen Erweiterungs-Neubau durften wir ebenfalls die Tragwerksplanung übernehmen - Auftraggeber war hier die HOCHTIEF-Solutions, die diesen Neubau innerhalb des PPP-Vertrages mit der Stadt Braunschweig erstellte.

In diesem Sinne freut sich das Team von W+S WESTPHAL auf die Herausforderungen der nächsten 60 Jahre. Denn in einer immer dynamischer werdenden Zeit gilt: Statik ist nicht alles, aber ohne Statik ist alles nichts...

Holger Schliesenski und Hans-Georg Westphal im gespendeten Fischerhaus für die Kita Fremersdorfer Straße
Holger Schliesenski,
Hans-Georg Westphal
Dezember 2013

Kraftwerk Flensburg: Projekt Kessel 12
– Auf dem Weg zum CO2-neutralen Kraftwerk

2011 haben die Stadtwerke Flensburg entschieden, das Projekt Kessel 12 zur Modernisierung Ihres Heizkraftwerkes umzusetzen. Im Rahmen des Projektes werden bis 2016 in Teilprojekten etwa 130 Mio. Euro investiert:

  • Neue Gas- und Dampf-Turbinenanlage (GuD) Kessel 12
  • Modernisierung Kessel 5
  • Ertüchtigung Reserve-Heizwerke
  • Erdgasanbindung Ellund-Flensburg
  • Demontage der Kessel 6, 7 und 8
  • Zentralwarte und Automatisierung
  • Ertüchtigung Turbinen
GuD-Kraftwerk Flensburg - Baustellenkamera Projekt Kessel 12

Projekt Kessel 12
Baustellenkamera


W+S WESTPHAL ist mit dabei! Im Unterauftrag von Generalplaner enco, mit dem wir auch schon an der GuD-Anlage in Braunschweig gut zusammen gearbeitet haben, ist unser Büro auch in Flensburg u.a. mit der Tragwerksplanung für die neue Gas- und Dampf-Turbinenanlage "Kessel 12" beteiligt.

Die enco Energie- und Verfahrens-Consult GmbH ist ein mittelständisches Ingenieurbüro in Braunschweig, das im Rahmen der Energiewende den Fokus auf moderne und effiziente KWK-Anlagen richtet, insbesondere GuD-Anlagen im Bereich von 1 bis 100 MW. enco verfügt über ein großes Leistungsspektrum in der Konzeptionierung, Planung und Beratung von energie- und verfahrenstechnischen Anlagen.

Holger Schliesenski
Holger Schliesenski
November 2013

EnEV 2013 – Was bringt sie mit sich?

Bei allen Neu- und Bestandsbauten sind die energetische Qualität der Gebäudehülle sowie die Anforderungen an die Anlagentechnik zentrale Themen im Rahmen der Energieeinsparverordnung. Planer und Bauherren müssen somit die geltende Energieeinsparverordnung kennen und berücksichtigen. Aber nicht nur die geltende. Denn bei einigen Bauvorhaben, meist den größeren, richtet sich der Blick bereits auf den Energie-Standard, der zum Zeitpunkt der Bauabnahme gelten wird – die Energieeinsparverordnung 2013.
Anlass zur Novellierung der EnEV 2009 ist die Umsetzung der EU-Richtlinie von 2010 über energieeffiziente Gebäude. Diese verlangt ab 2021 für Neubauten den Standard eines Niedrigstenergie-Gebäudes. Der nächste Schritt soll mit der EnEV 2013 gemacht werden, die mit Übergangsfristen und Beschlüssen schon Ende dieses Jahres in Kraft treten könnte.

EnEV 2013 – Änderungen und Konsequenzen
  • Der zulässige Primärenergiebedarf für Neubauten soll in den Jahren 2014 und 2016 jeweils um 12,5% reduziert werden, so das mit dieser stufenweisen Verschärfung der Jahresprimärenergiebedarf bis 2019/2021 um insgesamt 25% herabgesetzt wird.
  • Für den Bereich des „Bauens im Bestand“ sind keine nennenswerten Verschärfungen vorgesehen.
  • Für die Nachweisführung von Anbauten ist jetzt festgelegt, dass die Anlagentechnik des Bestandsgebäudes für die Berechnung angesetzt werden darf. Dies ging aus der EnEV 2009 nicht eindeutig hervor.
  • Erweiterung der Aushangpflicht für Energieausweise. Diese sind bei Gebäuden mit behördlicher Nutzung und einer Nutzfläche größer 500 m² an gut sichtbarer Stelle auszuhängen. Für Gebäude mit nicht behördlicher Nutzung gilt dies nur, wenn ein Ausweis vorliegt.
  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen.
  • Einführung eines unabhängigen Stichprobenkontrollsystems für Energieausweise.
  • Neben den bisherigen Berechnungsverfahren nach der DIN 4108-6 und der DIN 18599 (Richtlinie für Nicht-Wohngebäude) wird über die Einführung eines dritten, vereinfachten  Berechnungsverfahrens „EnEV-easy“ nachgedacht. Dies soll für nicht gekühlte Wohngebäude gelten. Je nach verwendeter Haustechnik und gewählter Anforderung an der Wärmeschutz können U-Werte für die einzelnen Bauteile entnommen werden, die dann eingehalten werden müssen.

Neben der Überarbeitung der EnEV 2009 werden auch einzelne für die Berechnung erforderlichen Normen überarbeitet. Daraus ergeben sich weitere Änderungen:

  • Neufassung des sommerlichen Wärmeschutzes (DIN 4108-2), die beispielsweise eine Verschiebung der Klimazonen und eine städtebauliche Verschattung berücksichtigt.
  • Überarbeitung des Beiblattes 2 der DIN 4108. Hier werden neue Ausführungsdetails, wie z.B. Tiefgaragenanschlüsse aufgenommen.
  • Die Neuerungen in der DIN 18599 umfassen u.a. neue und überarbeitete Nutzungsprofile, überarbeitete Primärenergiefaktoren, neue Anlagentechniken.

Die vorgestellten Punkte geben einen ersten Überblick, was die neue EnEV mit sich bringen kann.

Sascha Debbertin
Sascha Debbertin
April 2013

Wer billig plant, baut teuer

Wenn der Billigste den Besten schlägt, droht das Ergebnis zu leiden. Und dennoch steht gerade bei der Vergabe von Bauplanungsleistungen allzu oft der Preiswettbewerb im Vordergrund. Die Gefahr ist groß, dass dies zu Lasten der Qualität geht.
Die Qualität der Planungs- und Ingenieurleistung hat entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Bauvorhaben. Eine optimale Planungsqualität ist eine geringe Investition, die sich bei der Bauausführung und den Unterhaltskosten bezahlt macht. Sie liegt daher im gemeinsamen Interesse von Bauherr und Planer.
Diese Qualität beruht auf komplexen Berechnungen, aber auch auf kreativen Denkprozessen und Ideen. Die Brücke, das Stadion oder den Gewerbepark gibt es nicht von der Stange. Ideen, Berechnungen und Pläne aus der Hand von Ingenieuren sind Maßarbeit, die der Ingenieur für den Bauherrn individuell erarbeitet.
Zählt bei der Vergabe von Ingenieurleistungen nur der niedrigste Preis, bleibt die Qualität auf der Strecke. Es droht die Gefahr einer unwirtschaftlichen Bauausführung mit hohen Folgekosten.

Qualitativ hochwertige Bauwerke mit einem ausgewogenen Kosten-Nutzen-Verhältnis bekommt man nur zu einer angemessenen Vergütung. Dies gewährleistet:

  • Wirtschaftliche Ergebnisse
  • Preisersparnis bei Bau, Unterhalt und Betrieb
  • Technisch ausgereifte Ergebnisse
  • Vermeidung von Bauschäden und Folgekosten
  • Nachhaltige Ergebnisse
  • Standfeste Bauwerke, die allen Anforderungen der Sicherheit und Ordnung auch langfristig genügen

Für hochwertige Leistungen braucht der Planer neben Fachkunde und Zeit auch ein leistungsgerechtes Honorar. Nur so kann sichergestellt sein, dass der Auftraggeber eine optimierte Planung erhält – und nicht eine nach Zeit und Aufwand minimierte.

Ingenieure tragen die Verantwortung für Sicherheit und Dauerhaftigkeit des von ihnen geplanten Bauwerks. Diese Verantwortung muss beim Honorar berücksichtigt werden.

Halten Sie es für richtig, dass Ingenieur-Stundensätze i.d.R. unter einem Drittel derjenigen von Rechtsanwälten und sogar von Kfz-Werkstätten liegen?

Eine angemessene Vergütung ist Voraussetzung für eine optimale Qualität der Planung. Dadurch sind Ersparnisse möglich, die die Planungskosten erheblich übersteigen. Sie verhindert einen Preiswettbewerb zu Lasten der Qualität und begrenzt für den Bauherrn die Planungskosten in angemessener Höhe.

Nur optimal geplant und gebaut erfüllen Bauwerke ihre Anforderungen:

  • Funktionalität
  • Sicherheit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Umweltfreundlichkeit
  • Ästhetik
  • Dauerhaftigkeit
  • Nachhaltigkeit

Quelle: Flyer „Leistungs- statt Preiswettbewerb“, Bayerische Ingenieurekammer Bau

Ingenieur-Holzbau

Neben den technischen Qualitäten eines Gebäudes spielen immer mehr auch die die ökologischen Eigenschaften eine Rolle.
Bauen mit Holz erfüllt die Forderung nach einer ökologischen und nachhaltigen Bauweise in besonderem Maße: Der Energieaufwand zur Herstellung von technisch getrocknetem Bauholz verbraucht nur etwa 20 Prozent der im Holz gespeicherten Energie.
Holzhäusern sieht man ihre Bauweise oft gar nicht an. Von außen verputzt unterscheiden sie sich kaum von normalen Stein-Häusern. Bei der Holzrahmen-Bauweise wird ein tragendes Gerüst aus Balken mit Platten (wie OSB-Platten) beplankt. Für die Wärmedämmung werden die Zwischenräume mit Dämmstoffen gefüllt. Die Fassade ist dabei frei gestaltbar – mit Putz, Holz oder Verblendsteinen. Beliebt ist auch eine Kombination dieser Materialien. Die Vorteile der Holzrahmen-Bauweise sind eine kurze Montagezeit auf der Baustelle und somit eine verkürzte Bauzeit, zumal im Gegensatz zum Massivbau keine Zeit zum Austrocknen benötigt wird. Außerdem lassen sich spätere Änderungen ohne größeren Aufwand realisieren.

Dipl.-Ing. (FH) Erik Topola – gelernter Zimmerman – beschäftigt sich im Ingenieurbüro W+S WESTPHAL insbesondere auch mit dem Ingenieur-Holzbau. Das Zusammenspiel von Kenntnissen aus der modernen Holztechnik und des Ingenieurwesen ermöglicht durch computergestütze Verfahren der Baustatik auch den Bau großdimensionierter Holzbau-Konstruktionen wie Brücken, Hallen oder Türme. Die Schwerpunkte von Erik Topola sind der Holzrahmenbau, die Sanierung von Fachwerkbauten und hölzernen Dachkonstruktionen sowie die Begutachtung von Holzbinderkonstruktionen.

Erik Topola
Erik Topola
Juni 2012

Betoninstandsetzung

Dipl.-Ing. Axel Schmidt wurde vom Deutschen Institut für Prüfung und Überwachung e.V. als "Sachkundiger Planer für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen" bestätigt.
Diese Zertifizierung bildet eine wesentliche Grundlage zur fachgerechten Planung, Überwachung und Ertüchtigung von Instandhaltungsmaßnahmen an Stahlbetonbauwerken.

Axel Schmidt
Axel Schmidt

Denkmalpflege

Dipl.-Ing. Holger Schliesenski ist als "Tragwerksplaner in der Denkmalpflege" nach der Probstei Johannesberg - Fortbildung in der Denkmalpflege und Altbauerneuerung zertifiziert.
Durch diese intensive Fortbildung (6 Blöcke mit jeweils 3 Tagen) wollen wir dem immer größer werdenden Bedarf und der Bedeutung für den Erhalt und den fachgerechten Umbau vorhandener Bausubstanz gerecht werden.

Holger Schliesenski
Holger Schliesenski
W+S WESTPHAL
Ingenieurbüro
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